VSG Arbeitstag im Riediker Riet 5. Juli 2014

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Versammlung vor dem Einsatz

Dieser Mitglieder Arbeitseinsatz in einer unserer eigenen Parzellen fand erstmals im Sommer statt und erstmals wurde nicht die Riedwiese von Büschen und Bäumen befreit. Diesmal mussten die jungen kanadischen Goldruten, so genannte Neophyten, die alles zu überwuchern drohen, ausgerissen werden.

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Erklärung über Neophyten

Wiederum war es nur eine kleine Gruppe Unentwegter, die das nasse Wetter nicht scheuten und sich vom Unterhaltsbeauftragten des Schutzgebiets, D. Kreiner (rechts aussen) die ungewohnte Arbeit erklären liessen. Er bezeichnete es als Glücksfall, dass die Sonne nicht schien, denn so blieb man von Mücken und Bremsen verschont.

Als erstes galt es zu lernen, die Goldrute vom sehr ähnlichen Gilbweiderich zu unterscheiden, indem man die Stellung der Blätter am Stiel genau anschaute. Was zuerst anspruchsvoll erschien, wurde im Verlauf der Arbeit zur Routine. Beim Ausreissen sollte, wenn immer möglich, die Wurzel, oder mindestens ein Teil davon, auch entfernt werden.

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beim Herausreissen der Neophyten

Mit einem grossen Abfallsack ausgerüstet, verteilten sich nun alle fächerförmig im Ried und durchkämmten das Grundstück systematisch in Richtung Seeufer. Jede entdeckte Goldrutenpflanze verschwand im Sack.

Weisse Sumpfwurz
Weisse Sumpfwurz
Sommer-Wendelähre
Sommer-Wendelähre
Lungenenzian
Lungenenzian
Bald wurde allen klar, dass wir an diesem Tag die einmalige Chance hatten, in ein Gebiet vorzudringen, das man sonst nie hätte betreten dürfen und dabei einige Raritäten aus nächster Nähe bewundern konnte: die weisse Sumpfwurz, die Sommer-Wendelähre und den Lungenenzian.

Am Mittag wurden die freiwilligen Helfer, wie jedes Mal, zu einem Imbiss eingeladen, der diesmal in der Silberweide serviert wurde. Inzwischen stand die Sonne am Himmel und trocknete die feuchten Kleider. In einem Jahr werden wir das gleiche Grundstück nochmals ausjäten, worauf es dann wieder normal bewirtschaftet werden kann.

(Juli 2014 E.Sutter, Bilder: D.Zürcher)