Jahresbericht 2014 des Präsidenten

18. März GV.

7. Mai Pufferzone Rohrwies Fällanden: Sie ist nun, nicht zuletzt wegen des dauernden Drängens des VSG, endlich rechtskräftig geworden. Es kann jetzt nicht mehr bis beinahe ans Seeufer gedüngt und gespritzt werden.

17. Mai See-Umrundung 2.Etappe Greifensee - Fällanden: Die Exkursion begann mit einer sehr informativen Städtchenführung durch unser Mitglied Armin Mühlebach, Gemeinderat in Greifensee. Auch von den schrecklichen Ereignissen von 1444, als die Schwyzer Greifensee belagerten und eroberten, wurde erzählt. Auf dem Weg nach Fällanden wurden noch diverse Natur-Themen erläutert und rege diskutiert, worauf der Nachmittag in Fällanden mit einem feinen "Zvieri" abgerundet wurde.

5. Juli Arbeitstag im Ried: Erstmals wurde von den Teilnehmern eines unserer eigenen Grundstücke von Goldruten befreit.

9. Juli Runder Tisch 2 Uster: Der VSG nahm an der vom Stadtrat Uster organisierten Veranstaltung teil. Es ging um die Richtplanung im Gebiet Schifflände Niederuster sowie Ideen- und Planskizzen für ein Seerestaurant an Stelle des Pavillons. Der Standort Surferwiese für ein Seerestaurant ist nun endgültig vom Tisch.

Prozess Wiederherstellung Servitut Nr.1916:
Am 6. Feb. reicht R.Flum, der Anwalt des VSG, die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts an das kantonale Obergericht ein.
Am 21. Feb. wird im Bauamt Uster ein Baugesuch für eine Reklametafel auf dem Seekiosk aufgelegt. Anscheinend eine harmlose Sache. Aber wenn man diese Eingabe genauer anschaut, zeigt sich Erstaunliches!
Im beigelegten Grundbuchauszug entdeckt man nämlich eine Dienstbarkeit aus dem Jahre 1936, die auf diesem Grundstück lastet - und zwar ein Bauverbot zu Gunsten des Staates Zürich (im heutigen Sprachgebrauch Kanton Zürich). Interessanterweise wurde dieses fast gleichaltrige Servitut, im Gegensatz zu demjenigen des VSG, nicht gelöscht! Die Meliorationsgenossenschaft rechtfertigte sich für die Löschung des Servituts des VSG vor allem damit, das Bauverbot von 1933 sei nutzlos geworden, weil das Ufer durch den Zonenplan und die Greifensee-Schutzverordnung ohnehin geschützt sei. Die weitere Entwicklung (Bauprojekt Pavillon Nouvel) beweist jedoch das Gegenteil. Als Reaktion auf diese Neuigkeit hat der Anwalt des VSG am 24. Feb. eine sogenannte Noveneingabe ans kantonale Obergericht gemacht. Dies ist möglich, wenn in einem laufenden Prozess bisher unbekannte Tatsachen auftauchen, die einen Einfluss auf das Urteil haben könnten.

Am 19. Aug. hat das kantonale Obergerichts das Urteil betreffend den Einspruch des VSG gegen den negativen Entscheid des Bezirksgerichts Uster gefällt. Wie schon bei der ersten Prozessrunde, wo es um die Zuständigkeit des Gerichts ging, hat das Obergericht den Beschluss des Bezirksgerichts unterstützt.

Am 22. Sept. hat unser Anwalt die Beschwerde ans Bundesgericht eingereicht. Weil die Gerichtskosten nicht mehr von unseren Sponsoren getragen werden können und der VSG beschlossen hat, kein Geld mehr für den Prozess auszugeben, hat sich der Vorstand mit der Bitte um einen einmaligen, freiwilligen Kostenbeitrag an alle Mitglieder gewendet. In einer eindrücklichen Demonstration der Solidarität wurden bis am 31.12.2014 Fr. 11'000.- gespendet.

Herzlichen Dank an alle, die sich engagiert haben!

E. Sutter