Unser neuer Torfstichweiher im Rälliker-Riet

Im Herbst 2002 liess der Vorstand alle Grundstücke, die Eigentum des VSG sind, von einem Fachmann für Naturschutz begutachten. Es sollte insbesondere abgeklärt werden, ob für die Tiere des Riets bessere Lebensbedingungen geschaffen werden könnten.
Wir erhielten den Bescheid, dass auf Kat. 446 ein ehemaliger Torfstich völlig verlandet und heute nur noch ein kleiner Tümpel von der Wasserfläche übrig sei.

Vor dem Aushub
Vor dem Aushub

Darauf beschloss der Vorstand, nach Rücksprache mit den kantonalen Naturschutzinstanzen (schliesslich liegt das Grundstück im kantonalen Schutzgebiet), die Wasserfläche wieder öffnen zu lassen.
Im November 2003 war es dann so weit : die Firma SKW, Spezialisten für Arbeiten in Naturschutzgebieten, hob mit einem kleinen Bagger mit breiten Raupen die Torferde heraus.

Dank dem sorgfältigen Vorgehen wurde die Umgebung überhaupt nicht zerstört, man kann jetzt den Eingriff schon fast nicht mehr wahrnehmen. Der Aushub kam nicht etwa in eine Deponie, sondern wurde im Bad Maur für die Sanierung des Seeufers verwendet.

So sind zwei Weiher entstanden, mit einer Flachwasserzone von 20 cm und einer maximalen Tiefe von 50 cm. Tiefer kann nicht gegraben werden, weil man sonst auf die weisse Seekreide stösst, die einen anderen ph-Wert als der Torf aufweist und die Wasserqualität des Weihers verändern würde.

VSG ausgehobener Weiher 2003
Neu ausgehobener Weiher

So ist ein ideales Biotop für Libellen, Grasfrösche und Erdkröten entstanden.
Über Jahrhunderte hinweg haben solche kleine Wasserflächen, die langsam verlandeten und in deren Nachbarschaft durch den Torfabbau wieder neue entstanden, vielen Libellenarten und Amphibien das Überleben ermöglicht. Damit diese Tiere nicht aus unserem Riet verschwinden, ist es wichtig, immer wieder neue kleine offene Wasserstellen zu schaffen.

(2004 E.Sutter)